Junge Union im Landkreis für schnelle Realisierung der Umfahrungsspange auf dem Streckenabschnitt zwischen Heigenbrücken und Laufach
13.Oktober 2010
Laufach/Hain. Auf ihrer Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag in Laufach/Hain befasste sich die Junge Union (JU) Aschaffenburg-Land mit dem geplanten Ausbau der Bahnstrecke Hanau-Nantenbach, die als zentrale Maßnahme den Bau einer zweigleisigen, etwa sieben Kilometer langen Umfahrungsspange samt Tunnelneubau auf dem Streckenabschnitt zwischen Laufach und Heigenbrücken beinhaltet und den eingleisigen, stark sanierungsbedürftigen Schwarzkopftunnels ersetzen und die Leistungsfähigkeit der Strecke erhöhen soll.
Nach der Begrüßung durch den JU Ortsvorsitzenden von Laufach, Patrick Haschke und den Kreisvorsitzenden Dr. Alexander Legler erläuterte Manfred Zentgraf, Vorsitzender der CSU Hain und Mitglied der „Bürgerinitiative Laufachtal“ den Mitgliedern der JU im Rahmen einer Ortsbegehung von der Gaststätte „Spessarttor“ bis zum Schwarzkopftunnel den geplanten Streckenverlauf zwischen Laufach und Heigenbrücken und die damit verbundenen Neubaumaßnahmen, in deren Rahmen auch das bestehende Nadelöhr des „Schwarzkopftunnels“ durch ein leistungsfähiges Tunnelsystem ersetzt werden soll.
Zuvor informierte Bundestagsabgeordneter Norbert Geis (CSU) über den aktuellen Stand des Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der Schwarzkopftunnel-Umfahrung und verwies darauf, dass die Bahn bereits 190 Millionen Euro zur Realisierung der Baumaßnahmen bereitgestellt habe. Der Beginn der Baumaßnahmen könne aber erst im Anschluss an das Planfeststellungsverfahren sowie nach Abschluss der Finanzierungsvereinbarung zwischen der Bahn und dem Bund erfolgen, der zugesichert hatte, die Hälfte der für den Neubau anfallenden Kosten zu übernehmen. Die Finanzierungsvereinbarung, die nicht vor der Schaffung des Baurechts durch den Planfeststellungsbeschluss getroffen werden könne, sei erforderlich, da sie die für den Neubau insgesamt erforderlichen finanziellen Mittel sicherstelle. Sobald der Bund nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens die im Rahmen der angekündigten Finanzierungsvereinbarung zugesagten Mittel bereitgestellt habe, sei mit einem raschen Baubeginn zu rechnen, der im Ergebnis eine entscheidende Verbesserung der derzeitigen Streckenführung mit sich bringen werde.
Der JU-Kreisvorsitzender Alexander Legler unterstrich, dass auch die JU im Landkreis um die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Umfahrungslösung weiß und betonte, dass der Trassenneubau nicht zuletzt für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Region sowie der Lebensqualität der Menschen unerlässlich sei. „Es wäre fatal, würden Bahnreisende nur noch in Hanau Anschluss zum ICE haben“, so Legler, nach dessen Auffassung „der Trassenneubau zugleich ein klares Bekenntnis zum ICE-Halt in Aschaffenburg sei“. Die für eine schnelle Realisierung der neuen Bahntrasse einschließlich des damit verbundenen Neubaus des Schwarzkopftunnels erforderlichen Mittel müssten wie zugesagt bereitgestellt werden, damit die Neubautrasse nach Erlass des Planfeststellungsbeschlusses auch wie geplant realisiert werden könne. Darin waren sich die Anwesenden einig. Die bestehende Trasse wurde wegen der damit verbundenen zeitlichen Einschränkungen als nicht mehr leistungsfähig und zeitgemäß sowie angesichts der Sanierungsbedürftigkeit des „Schwarzkopftunnels“ als bedenklich im Hinblick auf die Verkehrssicherheit kritisiert.
Einstimmig verabschiedete die JU am Ende ihrer Versammlung eine Resolution, in der sie Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) aufforderten, alles dafür zu tun, um die seit langem diskutierte Finanzierungsvereinbarung umgehend nach Schaffung des Baurechts zum Abschluss zu bringen, damit im Anschluss daran unverzüglich mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. Des weiteren heißt es darin: „Mit jeder Verzögerung vergrößert sich die Gefahr, dass der Tunnel nicht mehr passierbar wird. Dies wäre eine Katastrophe nicht nur für unsere Region, sondern auch für den ganzen Schienenstrang zwischen Norddeutschland und München bzw. zwischen Norddeutschland und Passau, Wien, Budapest. Schnelles Handeln ist geboten, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit des Schienennetzes zu gewährleisten.“
Artikel gespeichert unter: Pressemitteilungen

Trackback diesen Artikel